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Hand drauf
"Hand drauf" - Die Kolumne (19)
Samstag, 21 August 2010
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Hallo Freunde des Handballsports, Nachwuchses und Hochzeiten,

Heute melde Ich mich mit einer Hochzeits-Nachwuchs-und was weiß ich was-Kolumne Spezial „mit allem, scharf, zum mitnehmen und hier lesen“. Seit der letzten Kolumne hat sich einiges getan. Der Matze hat geheiratet, Alen und Mike haben Kinder in die Welt gesetzt (also deren Frauen natürlich), Göppingen hat in Wolfschlugen gespielt, Wosi kümmert sich mit väterlicher Fürsorge um uns und der Saki ist im Urlaub. Aber dennoch wird er in dieser Kolumne ganz präsent sein.
 
Abbildung 1: Lisl und Matzerl
Abbildung 1: Lisl und Matzerl
Da war also die Hochzeit meines Teamkollegen und guten Freundes Matze „Felix the Cat“ Götz. Der hat nämlich seine Gaby geheiratet. Gaby „Liselotte“ Götz. Also Sie hieß vorher natürlich anders. Vogt. Gaby Vogt. Also Gaby „Liselotte“ Vogt. Ich bin jetzt hier ganz durcheinander gekommen. Ich nenn die beiden jetzt einfach Lisl und Matzerl.

Mensch was war das für eine Hochzeit. War doch das Wetter vor und nach der Hochzeit so schlecht. Aber an der Traumhochzeit war es perfekt. Zuerst ging es in die Kirche. Alle waren in heller Aufregung, schließlich heiratet nicht jeden Tag ein Teamkollege. Und zudem ist es der größte Spieler der Vierten aller Zeiten. Er ist nämlich einen ganzen Kopf größer als Ich.
Und dann kam die Braut. Unsere Lisl. In einem Traum in weiß. Der Matzerl, der hatte schon richtig Pipi in den Augen. Auch mein Teamkollege, der Dennis, hatte Pipi in den Augen. Könnt ihr euch noch an ihn erinnern?
Abbildung 2: Die Backstreet Boys, auch Bekannt als die Vier von der Vierten (v.l.n.r.: Dennis (hatte Pipi in den Augen und wurde von mir zum Vertriebsleiter befördert), Thomas (kann gute Fotos knipsen), Eippy (hatte kein Pipi in den Augen), Dani(der kann bestimmt auch was, was weiß ich selber noch nicht))
Abbildung 2: Die Backstreet Boys, auch Bekannt als die Vier von der Vierten (v.l.n.r.: Dennis (hatte Pipi in den Augen und wurde von mir zum Vertriebsleiter befördert), Thomas (kann gute Fotos knipsen), Eippy (hatte kein Pipi in den Augen), Dani(der kann bestimmt auch was, was weiß ich selber noch nicht))


Ich hatte in der Silvesterkolumne von ihm berichtet, wie er, damals mit Krücken versucht hat, Pizza und Suppe in einer Tragetasche ins Wohnzimmer zu tragen, und beides nicht so ankam, wie es hätte ankommen sollen. Entgegen anders lautender Meldungen hatte Ich kein Pipi in den Augen, was ich hier noch mal betonen möchte. Mir ist in dem Moment nur was in die Augen geflogen und das Auge wehrt sich dann, indem es Flüssigkeit zum Austreten bringt. Aber Ich hatte kein Pipi in den Augen. Die nächsten Freudentränen kamen dann wieder beim Essen. „Scheiben vom Weiderind in Trollingerjus an Erdäpfelgratin“. Und so gut es klingt, hat es auch geschmeckt. Man hat direkt gemerkt, dass das Rind auf seiner Weide glücklich war. Warum gibt’s das eigentlich nicht im Hexenkessel wenn unsere Hexabanner spielen? Daran könnte Ich mich gewöhnen. Also alles in allem eine super Hochzeit. Lisl, Matzerl, alles Gute noch mal.

Was gibt’s noch neues?
Ach ja, wie nennt man es, wenn Handballer an den Bodensee fahren? – Seenachtsfest. Man glaubt gar nicht wen man dort so trifft. Da geht man nichtsahnend mit Handballfans an den Bodensee und wen trifft man dort? Die Hälfte der ehemaligen weiblichen A-Jugend. Und im nach hinein habe Ich erfahren, dass noch viel mehr Hexabanner dort waren. Handballer wissen eben wo man gut feiern kann. Ich selbst war mit dem Katze (spielt auch bei uns in der Vierten), der Rike (das ist die, die in der Weihnachtskolumne ausgerutscht ist), der Mimi (sie, die Rike und Ich waren damals in der Kolumne zum Vöhringenspiel in München) unten am Bodensee. Ich möchte hier gleich klarstellen, falls sich irgendwelche Gerüchte weiter verbreiten: Ich bin nicht verheiratet. Man kennt das ja, man ist in Las Vegas, oder Klein – Las Vegas, besser bekannt als Konstanz, ist dort mit einer hübschen Frau, dreht sich einmal nach links und nach rechts und ZACK!!!...ist man verheiratet. Das Ganze war dort nur eine Generalprobe. Unser Wosi hatte mich ja schon gewarnt. Beim Göppingenspiel bekam er mit, als ich mit jener Dame über das Wochenende gesprochen habe, dass wir an den Bodensee wollen. Da hat er gleich mit väterlicher Liebe gesagt: „Awa, zum Seenachdsfeschd en Konschdanz? Do send doch nur halodries. Nur verrückde. Und do welled ihr no? Also Guad. Wenn ihr welled, dann kenned ihr en Meersburg em Baubüro uff em Feldbett schlofa.“ Wir hatten dankend abgelehnt. Wie hätten wir auch, wenn uns vielleicht jemand heimlich Alkohol ins alkoholfreie Bier geschüttet hätte, nach Meersburg kommen sollen. Hätte ich vorher von der Hochzeit gewusst, dann wäre es in Anbetracht der Hochzeitsnacht besser gewesen. Wie dem auch sei, es war sehr amüsant. Das Interview mit den beiden Trainern nach dem Göppingenspiel war dann auch gleich meine Reifeprüfung. Jetzt muss ich mich einfach mal bei Sport1 als Handballkommentator oder bei Wetten Dass als Nachfolger für Thomas Gottschalk bewerben. Ist ja fast der gleiche Job. Handballerische Inkompetenz zeigen und Schleichwerbung machen, das kann ich auch.

Es gab Nachwuchs in unserer Handballgemeinde. Alen und Mike haben Kinder bekommen. Herzlichen Glückwunsch den beiden jungen Familien. Alen hat ja im Umgang mit Kindern durch seine Trainertätigkeit bei unserer Ersten schon Erfahrung. Dem Mike habe Ich beim Göppingenspiel auch schon persönlich gratuliert. Ich glaube, dass er seine Scheinschwangerschaft weiter führt, sein Bauch ist nämlich nicht kleiner geworden. Ja, ich weiß, wer im Porzellanladen sitzt soll nicht mit Elefanten werfen, oder so ähnlich. Und wenn wir schon beim Thema sind, dann kommen wir doch gleich zum Saki.

 Abbildung 3: Überwachungsfoto von der Tat ( rechts: Saki (alleiniger Täter), links daneben: Dominik Merkle (war total unbeteiligt an der Tat und steht nur rein zufällig gerade neben Saki)
Abbildung 3: Überwachungsfoto von der Tat ( rechts: Saki (alleiniger Täter), links daneben: Dominik Merkle (war total unbeteiligt an der Tat und steht nur rein zufällig gerade neben Saki)
Der Saki weilt derzeit im Urlaub in Griechenland. Am Flughafen musste er für das Übergewicht seines Koffers einiges zahlen, er musste nämlich die ganze Staatshilfe mitnehmen. Und das war ja bekannterweise nicht wenig. Kommen wir aber zu meinem eigentlichen Anliegen. Der Saki ist der Grund, warum der TSV in der kommenden Saison sehr erfolgreich sein wird. Jetzt fragen sich bestimmt alle: „Wie? Der Saki? Der schafft es doch nicht einmal seine Haare auf dem Kopf zu behalten.“  Dem stimme Ich voll und ganz zu. Aber er ist ja auch so was wie ein Orakel. Sein Verhalten wirkt sich auf die kommende Saison aus. Alles Begann mit seinem Freiflug auf der Treppe am hinteren Sportplatz. Wenn er da schon vor lauter Schwäche die Treppe runterpurzelt, wie soll dann erst die Saison werden? Aber die Saison wird grandios werden. Dies hat er etwas später bewiesen. Wir schreiben den 30. Juli 2010. Es ist Gewerbegebietslauf. Der Saki war dabei. Und er zelebrierte die Show seines Lebens. Nach ein paar Runden der Qual, riss er total übermüdet den Zieleinlauf mit Duschen und allem drum und dran um. Es war zunächst nicht klar, wer die Tat begangen hat, aber auf dem Bild hat „00Eippy“ (ich bin neben meiner Tätigkeit als Hobbyhebamme und Freizeitfrauenarzt auch Agent, ohne drei Jobs kommt man ja heutzutage auch schlecht über die Runden) sofort erkannt, dass es sich um den Saki handeln muss. Dieser behäbige Gang, dieses Volumen. Das konnte nur der Saki sein. Das in diesem Moment Dominik Merkle, seines Zeichens Spieler der Ersten und Unschuldiger in diesem Vorfall, bei ihm in der Nähe stand, war reiner Zufall. Jetzt aber, warum ist das ein Anzeichen, dass uns eine grandiose Saison bevorstehen wird?  Nun, was hat unser Saki in der letzten Saison so gerissen? Als Trainer der Vierten hat er jedes Spiel verloren und als Spieler der „Zwoida“ ist er auch nicht unbedingt zum griechischen Nationalspieler aufgestiegen. Der Abstieg war das Resultat. Er hat also rein gar nichts gerissen und jetzt hat er schon vor Saisonbeginn was gerissen. Und zwar eben jenen Zieleinlauf. Wenn er schon vor  der Saison soviel reißt, wie viel wird er dann erst in der kommenden Saison reißen? Außer seiner Hosen natürlich. Wir können uns also schon auf die kommende Saison freuen.

Nun gibt’s zum Schluss noch einen Hinweis an alle Wolfschlüger. Die Gemeinde möchte aus einem Helikopter Bilder von den Gärten Wolfschlugens für die neue Abwasserregelung machen. Ja was soll denn das jetzt? Google Street View von oben, oder was soll das sein. Das kann doch nicht sein, dass die unsere Haare vom Kopf fotografieren. Für alle die auch schon erfolgreich gegen Street View Widerspruch eingelegt haben, gibt’s hier das Standardformular für die Fotografie von oben:

An dia, di do von oba fotografiera welled
Wird scho bei de richtige ohkomma
72649 Wolfschlugen

Sehr geehrte Sie mit dr Kamera,
Mir welled fei ned dass ihr do Bilder von onserm Haus mached. Was isch, wenn beim fotografira mei Alta em Garta beim Sonnabada isch? Des will doch koiner seha. Also lassed se des bitte sei. Ond wenns omsverregga ed andersch goht, dann mached dr die Bildr. Schicked mir dann aber bidde lieber dia Bilder von zwoi Heiser weidr, mit dem Sportwaga im Hof ond dr hübscha Blondin em Garda. Damit I was zom ogebba han, beim nächschda Stammdisch.
Herzlichschd Ihr
Markus Eipper (do missed se nadirlich ihrn oigana Willi dronder setza)

Das war es für dieses Mal. Ich muss mich hier noch beim Thomas für meinen neuen Handdrauf-Banner bedanken. Richtig genial das Ding. Und Ich kann euch schon sagen, die neue Homepage der Hexenbanner, wird noch viel besser.

In diesem Sinne
Euer
Eippy
P.S. Mehr Bilder von der Hochzeit, dem Göppingenspiel und vielen anderen Themen, gibt’s in Facebook. Einfach mal bei meinen Bildern oder bei denen von der Hexabanner-Fangruppe schauen.
 
 
"Hand drauf" - Die Kolumne (17)
Donnerstag, 06 Mai 2010

ImageHallo Freunde des Handballsports,

Ein denkwürdiges Wochenende ging am vorvergangenen Sonntag zu Ende. Das letzte Saisonspiel unserer Ersten. Und was ist nun? Wir haben alle gewusst, dass dieser Tag X kommen wird. Wir wussten sogar wann er kommen wird. Aber waren wir überhaupt darauf vorbereitet? Was wird aus der handballfreien Zeit? Und vor allem: Was wird aus Saki?

Mein Wochenende war wieder mal kein gewöhnliches. Zwar ging es diesmal nicht nach München (da war Ich ja letztes Wochenende, siehe Kolumne Nr. 16), dafür ging es am Samstag Abend nach Göppingen. Und was hat mich dort erwartet? Ein ganz schwaches Spiel von Frisch Auf. Es lag zwar die erwartete Lokalderbystimmung in der Luft, aber Göppingens Handballer hatten nicht ihr bestes Spiel. Das ist ungefähr so, wie wenn Nürtingen gegen unsere Erste spielt. Lokalderby pur, aber ein grotten schlechtes Spiel von Nürtingen. Also die TG spielt dann so wie immer, nur dass dann beim Wolfschlugenspiel auch Zuschauer anwesend sind. Aber zurück nach Göppingen. Man fand dort auch wieder die besondere Spezies der Handballkenner. Ich nenn sie mal „Potentielle DSF Handballkommentatoren“. Keine Ahnung vom Handball, und das wird dann auch noch demonstriert. Von allen Seiten wird da jede einzelne Aktion der Handballer und Schiris kommentiert. Im Fernsehen kann man wenigstens noch den Ton ausstellen, aber in der Halle wird das schon schwieriger.

Am Tag zuvor begann „Projekt Gold“. Die Saisonvorbereitung der Vierten hat begonnen. Ein knallhartes Training soll den Grundstein zum Erfolg legen. Das Training ist so hart, dass bei einem unserer Spieler sich schon der Leberkäse im Magen quer gestellt hat. Unbeirrt davon wird das Ziel Aufstieg weiterverfolgt. Unser Trainer Bruno Labba…ähm, Athansios Panos wird stolz auf uns sein. Unser Erfolg wird mit Sakis Glatze um die Wette strahlen.

Dieser hat jetzt richtig viel zu tun, um seinem Heimatland aus den Schulden zu helfen. Peter Zwegat brauch 500€ um mit einem Vergleich 10 Milliarden verschwinden zu lassen, aber die sind so schnell nicht aufzutreiben. Muss wohl doch Staatseigentum verkauft werden. Aber mal im Ernst, wer möchte sich da was kaufen. Nehmen wir die Akropolis (Zeitungsanzeige: „ Baufällige und einsturzgefährdete Ruine in südländischem Ambiente zu verkaufen. Preis VB), da möchte doch keiner hin. Da kauf Ich mir doch lieber eine Wohnung in Köln über einem U-Bahnschacht mit Bibliotheksnähe. Müssen halt doch Steuergelder herhalten.

Der neue Bürgermeister ist nun im Amt. Der alte hatte sich schon vor einer Weile persönlich bei mir verabschiedet. Es war ein sonniger Nachmittag und Ich war dabei Brötchen bei einem ortsansässigen Brötchenproduzenten für den Verkauf in der Halle zu holen. Dabei parkte Ich (ja, ich gebe es zu) in der Kurve vor besagter Backmehlverschwendungsanstalt und habe den Verkehr behindert. Unser Bürgermeister a. D. wollte rein zufällig in diese Straße einbiegen. Wie wild fuchtelte er mit den Händen herum. Ein Ottonormalnichtkolumnist hätte es wohl als fluchen gedeutet, nicht aber Ich. Ich stehe da drüber. Selbstbewusst habe Ich mit breitem Grinsen zurück gewunken. Ja, wenn einer den Verkehr behindert, dann kann auch ein Bürgermeister a. D. schon mal zum fluchenden Italiener hinter den Steuern werden, äh Ich meine hinter dem Steuer werden (kleiner Wahlversprecher).

Ach ja, unsere weibliche A-Jugend hat auch gespielt. Das war eine souveräne Leistung, gegen die Ismaninger Mädels. Das einzige was an Ismaning gut war, war das Aussehen mancher Spielerinnen. Wollte gleich mal bei der Nr. 15 anrufen. Das war die Rosemarie. Warum bei ihr? Nun ja, Sie sah zum einen gut aus, zum anderen hatte Ich ihre Telefonnummer: 32168. Allerdings war belegt, aber das hätte Ich mir auch denken können (wie heißt es im Lied: „Rosi hat ein Telefon, auch Ich hab ihre Nummer schon, unter 32168 herrscht Konjunktur die ganze Nacht“).

Das Wochenende am ersten Mai war auch wieder kein normales. Jeglichem Wetter zum trotz, sind wir von Wolfschlugen nach Linsenhofen gelaufen. Sie haben richtig gehört. 13km. Inklusive durchnässter Kleidung und Rutscheinlage zwischen den Weinreben. Sollte sich ein Notar diese Kolumne durchlesen, dann möchte Ich bitte dass es schriftlich festgehalten wird, dass Ich diese Strecke gelaufen bin. Es soll für die Nachwelt notiert werden, dass Ich nicht so lauffaul bin, wie manche von mir denken.

Ich begebe mich nun auch in die Sommerpause. Bis zur nächsten Kolumne könnt ihr ja unter www.eippy.de alle Kolumnen noch mal lesen.

In diesem Sinne

Euer

Eippy

 
"Hand drauf" - die Kolumne (16)
Mittwoch, 21 April 2010
ImageHallo Freunde des Handballsports,

Es tut mir Leid, dass es so lange gedauert hat, aber der Volkshochschulkurs „In drei Schritten zum Herzchirurgen“ (war eine Fortbildungsmaßnahme für Freizeitfrauenärzte und Hobbyhebammen) hat leider länger gedauert als geplant. Dafür gibt’s umso mehr zu berichten. Unsere Erste hat unentschieden gegen Pfullingen gespielt und in Vöhringen gewonnen, unsere mB und wB sind Erster und Zweiter beim SHV-Pokal geworden und jetzt bleiben auch noch die Flieger am Boden.

Aber zur Sache. Island, seines Zeichens ein kleiner Punkt am Rande der Weltkarte wird wieder zum Mittelpunkt. Zuerst der Fall der Kaupthing-Bank während der Wirtschaftskrise und jetzt wirbelt der kleine Staat wieder mächtig Staub auf. Diesmal soviel Staub, dass es für viele Piloten zum Blindflug werden könnte. Mmh, Blindflug, wäre ein perfekter Übergang zur Nürtinger Spielweise, dabei will ich gar nicht darüber sprechen. Vielmehr möchte Ich euch von einem fast normalen Samstag eines Handballkolumnisten berichten.

Wir schreiben den 17.04.2010. Der Tag begann mit der Präsentation des Handballkonzeptes unserer männlichen Jugend von Lalle und meiner Wenigkeit. Nach der Präsentation nahm ich mir vor, mich um die Beseitigung meines Gratissportauspuffes zu kümmern. Gratis, da das Loch, dass mein Wagen wie ein Sportwagen röhren ließ, von ganz allein da rein kam (wieso kommt eigentlich ein Loch rein? Da ist doch eher was weg, wenn da ein Loch ist, oder?). Danach machte Ich es mir auf dem Sofa mit Lernmaterialien bequem. Ohne das Vorhaben, am Abend weg zu gehen fragte Ich mal im Freundeskreis nach, was diese am Abend so machen. Man will ja schließlich informiert sein, was da draußen so vor sich geht. Ab hier nimmt mein Tagesverlauf eine dramatische Wendung. Denn bis zu diesem Moment, wusste Ich noch nicht, dass mein Tag, diesmal im Ausland enden würde. Ich hatte meiner persönlichen Physiotherapeutin geschrieben (habe Ich eigentlich schon damit angegeben, dass Ich von ihr eine 3 Stunden-Massage bekommen habe?). Die Antwort folgte prompt. Sie fährt ins Ausland, genauer gesagt nach Bayern. Zielort war Vöhringen. Und da Ich auch ein Interesse hatte, das Spiel unserer Ersten in Vöhringen zu verfolgen, sagte Ich ihr zu, mitzufahren. Wir drei, Mimi (meine private Physiotherapeutin, Anm. d. Red.), Rike (Rutschte in der Weihnachtskolumne aus, Anm. d. Red.) und Ich (das bin Ich, der Kolumnist, Anm. d Red.), machten uns also auf den Weg nach Vöhringen. Da in Bayern andere Parkregeln gelten als in BaWü, mussten wir eine Weile nach einem Parkplatz suchen und verpassten die ersten 2-3 Minuten des Spiels. Zu den Parkregeln in Bayern gehört, dass man zwischen Autos einen Abstand von 1,0 und 1,8m halten muss, also so, dass möglichst viel Platz verschwendet wird, aber so, dass niemand dazwischen parken kann. Zum Spiel an sich muss man nicht viel sagen. Ein klarer Sieg und eine starke Leistung, vor allem in Durchgang 2. Was man vielleicht erwähnen kann, ist ein Tor von unserm Youngster Jannik Lorenz. Nach ein paar Torvorlagen, dachte er sich, dass er auch den kurzen Weg wählen kann, und den Ball selber reinmacht. Man kann auch noch erwähnen, dass 2 Flying Drums mehr Stimmung als die ganze restliche Halle machen können. Das Spiel war nun zu Ende, Wolfschlugen hatte gewonnen und was nun?

„Jetzt sind wir schon in Bayern, fahren wir doch noch nach München.“ Dieser Satz kam einem von uns aus dem Mund. Und ZACK, saß Ich im Auto auf dem Weg nach München. Am Steuer die Mimi, im Radio die Spider Murphy Gang und Ich mit der gesanglichen Unterstützung zum Radio. Kurze Zeit später, so gegen 23Uhr, waren wir da. Über den Viktualienmarkt führte unsere Weg direkt zum Hofbräuhaus (wohin auch sonst). Da wir das Ziel hatten, etwas trinken und etwas essen zu gehen, gestaltete sich das ganze aber etwas schwer. Offensichtlich hat man es in Bayern gegen Mitternacht an einem Samstag nicht nötig, noch Geld zu verdienen. Da kommt einmal zahlende Kundschaft mit dicken Geldbeuteln nach München und keiner will es haben. Nach einer nächtlichen Wanderung durch München sind wir dann beim Italiener gelandet. Eigentlich wollten wir was Bayrisches haben, aber dieses Ziel hatten wir um 0:30Uhr dann aufgegeben. Dafür war die Lasagne dort umso besser.

Fazit: Nettes Dörfchen dieses München, aber für spontane Mitternachtskurztrips nicht geeignet. Ich glaub so richtig lustig ist es dort, wenn die Bayern verloren haben. Aber an diesem Wochenende hatten sie ja wieder ihren „Bayerndusel“ beim 7:0 gegen Hannover. Und schließlich kann der VFB nicht jedes Wochenende für eine Niederlage der Bayern sorgen. Zudem stellten wir fest, dass in München die Polizei als Sammeltaxi verwendet werden kann. Weiter muss man sich merken, dass unsere Rike auch als Stadtführerin eine gute Figur macht.

Mein Gott, jetzt weiß ich schon wieder nix neues von meinem Lieblingsgriechen zu berichten. Lebt der Saki noch? Hat er noch Poliermittel für seinen Kopf? Hat ihn die Staatsverschuldung Griechenlands die letzten Haare gekostet? Vielleicht gibt’s bis zum nächsten mal was Neues zu berichten. Am Sonntag gehen wir alle schön unsere Herren beim letzten Spiel anfeuern. Davor natürlich das Spiel unserer wA gegen Ismaning nicht vergessen. Vielleicht bringen die aus Bayern ja eine Entschädigung für mich mit. Schweinshaxen mit Semmelknödel wären nicht schlecht. Und natürlich Weißbier, damit es nicht so staubtrocken im Hals stecken bleibt.

Bis dahin.
Euer
Eippy
 
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